26. Modellbauausstellung des PMC Leipzig
07./08.07.2018 Lützen

Text Thomas Geier, Bilder Bernhard Pethe und Thomas Geier


Es gibt Ausstellungen, die leben von ihrem ureigenen Flair - Lützen ist mit Sicherheit eine solche. Ohne dabei dem Anspruch der Ausstellenden oder dem modellbauerischen Niveau der Exponate entgegenzutreten – aber ehrlich, wer würde sich nicht schon von Haus aus wohl fühlen, wenn er eine Modellbauausstellung in einem lichtdurchfluteten Tanzsaal eines Traditionslokals besucht, bei dem die Theke mit frisch gezapftem Pils direkt im Ausstellungsraum ist? Das diese aufgrund der Temperaturen von ca. 30°C gut besucht war (der vor dem Lokal liegende Biergarten war durch eine Hochzeit belegt) versteht sich von selbst und wurde gern angenommen. Lützen selbst hatte (ebenso willkommen) daneben noch eine Eisdiele zu bieten und so war für jeden Geschmack (auch den der kleinen Besucher) bestens gesorgt.

Lützen selbst assoziiert man ja von vornherein eher mit der Schlacht vom 06.11.(julianischer Kalender)/16.11.(gregorianischer Kalender) 1632 im Dreißigjährigen Krieg, bei der mit dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf der charismatischste protestantische Heerführer zu Tode kam. Den „alten Schweden“ sieht man hier regional schon des Öfteren, zumeist auf dem Etikett des Bieres „Ur-Krostizer“. Empfangen wurden wir irritierenderweise aber am Treppenaufgang von einem Grenadier/Pionier der napoleonischen Kriege, mutmaßlich sächsisch – authentischer zumindest als Star Wars-Uniformen.

Auch in diesem Jahr wurde der FFMC-Stand von Bernhard betreut und Jan, Lutz, Uli und Thomas waren wie die anderen ca. 280 Gäste auf der anderen Seite der Ausstellungstische zu finden. Am Sonntag fand noch ein kleiner Wettbewerb statt – die Trophäen (Ulanen-Helme) waren schon ein deutlicher Hingucker.

Nach dem Rundgang kam man sich zwar wie ein Teil eines ostdeutschen Modellbauer-Familientreffens vor. Aber auch Modellbaufreunde aus Bayreuth und Norddeutschland hatten sich eingefunden. Neben Lars Grundmann (HSC Chemnitz, dem man noch bis Freitagnachmittag mit Wünschen überhäufen konnte) waren zwei tschechische Händler (Bücher und Zurüstteile) und die Firmen Gabbert und Theiß mit ihren Airbrush-Artikeln (gerne auch der Reparatur der möglicherweise defekten privaten Spritzpistole) vor Ort, so dass zumindest das Gewicht der Geldbörse vor dem Nachhauseweg abgenommen hatte.

Ich habe es nicht bereut, für 2,5 Stunden Ausstellungsbesuch bei 30 Grad 4 Stunden im Auto zugebracht zu haben. Die Ausstellung des PMC Leipzig im „Roten Löwen“ Lützen war den Aufwand wert. Jede Menge gute Gespräche und Eindrücke, die das Sommerloch nicht auf den Modellbau durchschlagen lassen. Für die Leipziger alles Gute, dass ihnen die Gäste und der Standort für Ihre Ausstellung noch lange treu bleiben.

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