21. Plastmodellbauausstellung des Flugplatzmuseum Cottbus e.V.
18.10.2015

Text und Bilder Bernhard Pethe


Das ist so ähnlich, wie in der Leichtathletik beim Speerwerfen, wer das abgesteckte Feld nicht trifft, dessen Versuch ist ungültig. Einen zweiten Versuch gibt es nicht. Ausgeschieden. Das ist hart, aber Regel ist Regel. Ein tückischer Seitenwind wurde unterschätzt. Das war zu Beginn gleich die schlechte Nachricht. Von was schwatzt der da? Na vom Plastikmodellweitwurf. Ein großes Alleinstellungsmerkmal der Cottbuser Ausstellung, mit erheblichen Unterhaltungswert und einem enormen Spaßfaktor. Mal raus aus den Räumen, an die frische Luft. Das würde so mancher Ausstellung, die so vor sich dahin dümpelt, etwas frischen Wind verleihen. Für die Sieger gab es eine Flasche Sekt und eine Urkunde, reicht völlig.

Aber, ich kann Euch beruhigen, die richtig guten Modelle wurden da nicht geworfen, die standen auf den Ausstellungstischen im Museum. Und davon waren wieder recht viele zu sehen, auf der 21. Ausstellung. Im kurzen Überblick, sehr Flugzeuglastig, kein Vorwurf, alle Maßstäbe, sehenswert durch die Bank. Es gab aber auch die anderen Sparten zu sehen. Man kennt sich auf dieser Ausstellung und viele Modellfreunde trifft man meist auch nur hier. Na gut, warum nicht. Das ist auf vielen Ausstellungen in Deutschland so. Ein paar Händler zog es auch ins Museum, dessen Platzverhältnisse wohlweislich, nicht spektakulär sind. Aber man rückt zusammen und macht es sich gemütlich. Nur der Lars aus Chemnitz hatte aus Platzgründen seinen Modellbauladen unter das große Schleppdach stellen müssen. Es war etwas kühl an diesem Sonntag, aber beim ständigen Geldwechseln hatte er wenigstens warme Finger. Ich hatte einen kleinen Ausstellungsraum mit meinem Fliegerfreund Lutz gemeinsam. In so mancher Schlechtwetterperiode, wo selbst die Vögel zu Fuß gehen, baut er wunderbare kleine Modelle. Die Verköstigung war wieder hervorragend. Kaffee, Kuchen und Gebratenes vom Grill, das kann wohl keiner besser als Axel. Ja, der Tag war schnell vorbei und 350 Kilometer Rückfahrt stand noch an. Mit mir flogen dann noch die Kraniche in ihren sauberen Formationen in den Sonnenuntergang. Ein schöner Tag, ich komme wieder.

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