Modellbautage Fürstenfeldbruck 2015
28.-29.03.2015

Bilder Bernhard Pethe, Jörg Schlegel, Text Rolf Seyfried


Als vor fast zwei Jahren bekannt wurde das die etablierte Modellbauausstellung in der Flugwerft Schleißheim nicht mehr stattfinden würde, ging ein großes Raunen durch die Modellbauszene.
Es regte sich die Angst, dass wir im Süden der Republik nun mehr auf große Ausstellungen verzichten müssen.
Doch nahezu wie der Phönix aus der Asche schaffte es das Team um Hermann Unverdorben an anderer Stelle fortzufahren. Den großen Erwartungen geschuldet machten sich wieder viele der Bekannten auf, um sich, am neuen Ausstellungsort in der Tenne des Klosters Fürstenfeldbruck, zu treffen und zu zeigen was man die letzten zwei Jahre gebastelt hat. Auch wir vom Flugzeugforum Modellbau Club brannten auf diese Ausstellung und so machten sich 8 FFMC`ler aus dem In- und Ausland auf, um zwei Tage Spaß zu haben!
Natürlich fiel uns beim Aufbau auf, dass die Tenne mit dem Ambiente der Flugwerft nicht mithalten kann und wir haben das auch so erwartet, aber die Befürchtungen in ein dunkles Loch getrieben zu werden ergaben sich nicht. Und auch die zentrale Lage des Veranstaltungsortes hat seine Vorteile, denn es kamen zahlreiche Besucher, so dass sich zeitweise am Eingang und an der Cafeteria lange Schlangen bildeten. Dennoch war es in beiden Stockwerken nie so voll, dass man, wie von anderen Veranstaltungen bekannt, auf Grund der sich durch zu enge Gänge drängenden Menschenmassen große Angst um seine Exponate haben musste. Vorsicht war nur immer bei den unbedachten Besuchern mit Rucksäcken geboten. Von solchen Personen gehen oft mehr Gefahren aus als von greifenden Kinderhänden. Das gilt bedauerlicher Weise aber für die allermeisten Ausstellungen und ist nicht explizit in Fürstenfeld aufgefallen.

Die Palette der Modellthemen hat zugenommen und ist für viele wohl abwechslungsreich? Für jemanden mit einem speziellen Interesse am Plastikmodellbau sind einige Ausstellungsbereiche eher nicht interessant.
Interessant dagegen war, zumindest für die größeren Maßstäbe, das Händlerangebot, um nach dem langen Bastelwinter seine Bausatz- und Zubehörvorräte aufzufüllen.
Etwas mager fiel die Beteiligung am Wettbewerb aus. Ein Rückgang der gestellten Modelle mochte man schon in Schleißheim vermerken, was nun zum Hinterfragen der Prozedur anregen kann?
Schön sind die Parallelen von ehemaligem und heutigem Ausstellungsort aufgrund der prachtvollen Gebäude, wie eben das Schloss in Schleißheim und das imposante Kloster in Fürstenfeldbruck. Sollte es einem mal zu viel der Modelle sein, so lohnt sich ein Spaziergang um und in den Gemäuern der ehemaligen Zisterzienser Abtei. Man findet so nebenbei auch noch die eine oder andere Einkehrmöglichkeit.
Bei all den mannigfachen Eindrücken gehen zwei Tage vorbei, in denen man bestimmt nicht alles gesehen hat, was in und um die Tenne erblickt werden konnte.
Die entspannte und durchorganisierte Ausstellung schließt an die alten Tage in der Flugwerft an und beschert uns im Süden wieder eine große besuchenswerte Ausstellung.
Daher hoffen wir dass es mit dem Veranstaltungsort auch nächstes Jahr weitergehen kann, ohne das bürokratischer „Irrsinn“ zu sehr einschränkend wirkt. Unsereins würde sich dort gerne wieder treffen, haben uns die kulinarischen Errungenschaften des Räuber Kneißel und nicht zuletzt die Modellbautage zugesagt.

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