17. Europäische Modellbauausstellung des PMC Lübeck
26.-27.04.2014

Text Jörg Schlegel, Bilder Bernhard Pethe


Um eine der größten deutschen Ausstellungen nicht allein anfahren zu müssen überredete ich unser ehemaliges Mitglied Arne schon Monate zuvor mit Sprüchen wie “Wann warst du eigentlich zuletzt bei einer Ausstellung ?“ oder “ Schade, dass das noch keiner live gesehen hat !“ Er ließ sich nicht lange betteln und schon ging es am Freitag vorher mit Decals hinterm Scheibenwischer und zwei Navis im Zickzack-Kurs Richtung Norden. Nach “nur “ sechs Stunden erreichten wir unser 500 km entferntes Ziel. Meinen 11jährigen Sohn hatte ich auch noch im Schlepptau und er sorgte am Abend im Restaurant für einen schönen Lacher indem er gegenüber der Bedienung klarstellte, das es sich bei ihm nicht um den Sohn eines homosexuellen Paars handelte! Schön gelacht !

Nach einem wirklich gutem Frühstück im Baltic-Hotel (das übrigens voll mit Modellbauern war) machten wir uns recht zeitig auf den Weg um unsere Modelle aufzubauen, der Aufbau am Vortag war leider nicht möglich. Vor der Musik und Kongresshalle war jede Menge Platz, alle Türen geöffnet und freudliche Einweiser standen bereit. Obwohl ich schon vor acht uhr am Stand ankam, hatte Bernhard Pethe wiedereinmal vor mir seine Tischdecke aufgelegt. Später trafen noch Schrammi und Hans Peter ein. Airforce- Michi war auch nebenan, stellte aber unter eigenem “Label” aus. Felix kam nur als Besucher und hatte leider auch keinen Hubi in der Hosentasche. Nachdem alles aufgebaut war, begann der gemütliche Teil mit Einkaufen, Anschauen und Schwatzen. Obwohl ich zum ersten Mal hier war traf ich jede Menge “alte” Bekannte. Soviele, dass ich darüber vergaß einen Lübecker über das Organisatorische auszufragen. Sicher war das hier ein Kraftakt eine Ausstellung in dieser Größenordnung zu händeln. Man hielt sich jedoch sehr zurück, es gab keine Ansprache, keinen Wettbewerb oder so. Für die Kleinen ward eine betreute Bastelecke eingerichtet (leider konnte ich den Sohnemann da nicht abgeben).


Alles war sehr gut angelegt, es gab breite Gänge und kein Gedränge. Dies hätte man sich aber sicher gewünscht, denn der Zuschauerandrang hielt sich vorallem sonntags stark in Grenzen. Vielleicht werden Modellbauveranstaltungen doch irgendwann zu Insidertreffen? Für uns indes lief alles prima, dank Schrammi und seinem Womo hatten wir kaltes Bier und heissen Kaffee zum Selbstkostenpreis. Auch der Abend im “Brauberger” war nicht von schlechten Eltern, 1,5 Liter Bierkrüge und so. Der Sonntag war, wie schon erwähnt sehr entspannt und man hatte genug Zeit um das umfangreiche Händlerangebot in Ruhe zu checken. Petr Herrmann mit dem extrem grossen Angebot der MPM-Gruppe, sei hier wohl zuerst erwähnt. Auch ein bekannter polnischer Händler war anwesend, der immer wieder eindrucksvoll demonstriert wie instabil die Faltschachteln gegenüber den Stülpkartons sind. Alles in allem eine rundherum prima Veranstaltung, bei der mir nur eins gefehlt hat: Bernhard Schrock!

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