2. International Small Scale Convention
07.09.2013 Heiden

Text und Bilder Bernhard Pethe


An diesem Samstag wurde die zweite „International Small Scale Convention“ in der Westmünsterlandhalle in Heiden ausgerichtet. Rund 600 nationale und internationale Besucher zeigten ihre Begeisterung für das Thema Modellbau und Miniaturen.
Unermüdlich und bestens organisiert durch Berthold Tacke und sein Team, war dieser Event wieder einmal ein kleiner Höhepunkt im deutschen Modellbaugeschehen.
Das Rahmenprogramm der Ganztagesveranstaltung war von viel Kreativität begleitet. Neben einem Workshop „Flugzeugmodelllackierung“, wurde für einen „Speedpainting Contest“ extra Sonderfiguren gegossen. Die 7 freiwilligen Teilnehmer des Wettbewerbs sollten diese in 1,5 Stunden bemalen, die besten wurden mit einer Medaille gekürt. Genau wie im obligatorischen Wettbewerb, Modelle in den unterschiedlichsten Kategorien prämiert wurden. Das Händleraufgebot war wieder einmal, aus unserer Sicht sehr gut. Die meisten hatten sich auch auf die kleinen Maßstäbe eingestellt. Von unseren Club haben Jörg und ich mich auf die Reise nach Heiden begeben. Die Hinfahrt am Freitag war dann doch sehr zäh, da Baustellen bis Kassel uns letztlich auf einen Kilometerschnitt von 87 km/h einbremsten. Aber wir konnten die Westmünsterlandhalle noch rechtzeitig erreichen und unseren Tisch belegen. Die Gastfreundschaft der „German Gamblers“ im „Fliederbusch“ haben wir am Abend gern angenommen. Und so gab es bei gutem Essen, interessante Gespräche über den Tellerrand hinaus.
Der Ausstellungstag war zeitlich straff begrenzt. Das wichtigste war für uns, auf dieser Ausstellung einen Preisträger für den Blue Award 2013 zu finden. Da dieser Preis nur an Luft- und Raumfahrt Modellfreunde vergeben wird, war die Auswahl übersichtlich, aber nicht einfach. Warum in Heiden? Ein Dankeschön und eine Anerkennung an Berthold und seine Mannen, die den Mut hatten, eine neues Event zu schaffen, den Modellbau dem Detail zu Liebe zu teilen ohne ihn zu spalten. Die Modellfreunde der „German Gamblers“ müssen wir vertrösten, waren sie doch völlig unvorbereitet in die engere Auswahl geraten. Mit einer ganzen Handvoll wunderbare MiG-21 Modelle im Maßstab 1:144 der Firma Eduard, hatten sie mal Ihr feuchtes Metier verlassen und Luftfahrtinteresse aufblitzen lassen. Sehr schön, weiter machen. Letztlich kamen wir an Oliver Rüsing mit seinen aufwendig gebauten Startkomplexen zur US-amerikanischen Raumfahrt, im Maßstab 1:144 nicht vorbei. An dieser Stelle, noch einmal unseren Glückwunsch. Einen weiteren Teil unserer Zeit war wir damit beschäftigt, die Offerten der vielen Händler in Augenschein zu nehmen. Einige osteuropäische Händler hatten sehr preiswerte Bausätze, Literatur und Zubehör im Angebot. So wechselten dann doch einige Euro ihren Besitzer. Am Wettbewerb haben wir uns dann auch beteiligt, zumal es für den Veranstalter immer endtäuschend ist, wenn diese Tische leer bleiben. Dabei ist Jörg ein kleines Missgeschick unterlaufen, er hat bei zwei aussichtsreichen Modellen vergessen, seinen Anmeldungscoupon zum Modell zu legen. Also liebe Juroren, die zwei Topmodelle ohne Zettel, die waren von meinem Clubfreund Jörg. Hinter diese Dinge kamen wir aber erst auf unserer Heimfahrt, wo wir genug Zeit hatten, den erlebten Tag Revue passieren zu lassen.
Noch einen Wert zur Heimfahrt, Geschwindigkeitsdurchschnitt 117 km/h. In so fern, ein versöhnlicher Abschluss des Tages. Also Jörg, wenn Du mal wieder einen Mitfahrer, mit 10 Jahre alten Navi suchst, ruf mich an, ich bin gern dabei und beim nächsten mal wird alles besser.

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