PLZENKIT 2013
24.08.2013, Pilsen Tschechische Republik

Text Jörg Schlegel, Bilder Uli Nauman, Johannes Paul & Jörg Schlegel


Jedes Jahr in der letzten Augustwoche veranstaltet der KPM Plzen seine Plastikmodellbauausstellung auf dem Werksgelände einer Munitionsfabrik am Rande der Stadt. Das Ganze ähnelt eher einem kleinen Volksfest mit Wurst- und Bierständen, Hüpfburg, RC-Racing und eine größere Anzahl militärischer Oldtimern. Für den FFMC eigentlich immer ein kleines „Sommertreffen“, musste ich dieses Jahr mit meinen „unorganisierten“ Freunden Vorlieb nehmen.

Wir reisten am Tag vorher an und gaben unsere Modelle am Nachmittag ab. Bei dieser Veranstaltung gibt es so gesehen keine Clubpräsentation, sondern nur einen großen Wettbewerb, der in ungefähr drei Dutzend Kategorien eingeteilt ist. Die Bewertung erfolgt durch eine Gruppe sachkundiger Schiris und die ersten drei Modelle der jeweiligen Kategorie werden prämiert. Dabei schien man so vorzugehen, dass jeweils ein geöffnetes Modell, ein verfeinertes und ein aus dem Kasten gebautes eine Auszeichnung erhielt. Bei den Dioramen so dass ein Militär-,ein Flugzeug-, und möglichst ein Wasserdio den Zuschlag bekam. Naja, wurde auch Zeit, dass ich das mal kapiere nach den Jahren! Eine Kategorie Pazifikkrieg 1940-45 über alle Maßstäbe kam mir sehr entgegen und war recht gut bestückt.
Kurzum, wir übernachteten ob der sommerlichen Temperaturen auf einem sehr empfehlenswerten Zeltplatz namens Ostende, der im Norden von Pilsen liegt. Hier bekommt man auch relativ kurzfristig kleine Bungalows für wenig Geld zu mieten. Da wir noch fünf Kinder im Schlepptau hatten, war die Location optimal. Von der Zeltplatzkneipe aus, hatte man alles schön im Blick!

Am nächsten Morgen wollten wir möglichst zeitig auf dem Ausstellungsgelände sein, hatten die Rechnung aber ohne die überlastete Frau am Frühstückskiosk des Zeltplatzes gemacht. Wer sehr viel später als neun Uhr eintrifft, muss unweigerlich auf dem eigens abgesperrten Feld parken. Die Lage entspannte sich erst nach dem Mittag wieder. Dennoch war alles prima organisiert, die Halle recht gut gefüllt, vielleicht etwas weniger als die letzten Jahre, aber es gab dennoch genügend zu sehen und zu kaufen. Eduard hatte wieder einen kleinen Shop eingerichtet in dem die eigene Produktpalette, sowie GunzeSangyo - Erzeugnisse und neuerdings auch Bier angeboten wurde. 15 % Rabatt schürten die Kauflust. Die Modelle waren wie immer auf hohem Niveau, beeindruckt haben mich besonders die 1/144-er, die jetzt auch immer öfter „offen“ gebaut werden. Bewundernswert natürlich auch die Modelle von Zdenek Sebesta, der diesmal eine geöffnete Fokker D XX in 1/48 zeigte, sowie einen sehr schön präsentierten Daimler Benz Motor und eine 90mm Figur von H.J. Marseille vor einem Blenheim- Wrack, die ich leider nicht fotografierte. Leipziger Modellbauer waren auch mit ein paar Fliegern vertreten, u. a. mit einer sehr schöne ME 210 in 1/72 aus dem Italerie-Kit.
Für einen Kurzurlaub waren Modellbauer sogar aus dem Saarland angereist, die aber leider nicht zum Ausstellen gekommen waren. Ab ca. 14 Uhr wurde dann auf dem Schiessplatz mit den Oldtimern wieder Krieg gespielt, Amerikaner gegen Deutsche. Das sieht man hier irgendwie sehr locker, jedenfalls verlieren immer die Deutschen.
Nach der Siegerehrung um ca. 16 Uhr war dann auch schon wieder Schluss und es wurde eifrig zusammengepackt. Mit drei Auszeichnungen habe ich den Club ordentlich vertreten, denke ich und konnte zufrieden den Heimweg antreten. Geärgert habe ich mich, dass ich nach meinem langen Fotoshooting mit Stativ, viel Einstellen und Probieren mit meiner alten Powershot keine besseren Bilder machte, als mein Sohn in einem Bruchteil der Zeit mit seinem Smartphone!
Die Fotos sind wie immer sehr 72-, propeller- und militärlastig, Sorry! Danke noch an das Team aus Pilsen für die prima Organisation, auch im Vorfeld auf der Internetseite zwecks Anmeldung, Anreise usw.

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