FMO-Modelltag
10.03.2013, Terminal des Flughafens Münster-Osnabrück

Text Felix Troschier, Bilder Volker Beyer


Am 10. März 2013 fand im Terminal des Flughafens Münster-Osnabrück bereits zum fünften Mal der FMO-Modelltag statt. Volker und ich nahmen dies zum Anlass, den nicht allzu weiten Weg auf uns zu nehmen und nach Greven im Münsterland zu reisen.

Im Gegensatz zu den Ausstellungen, die die Mitglieder des FFMC gewöhnlich als Aussteller aufsuchen hat dieses Event einen ganz anderen Zuschnitt. Hier wird nicht nur die Sparte Plastikmodellbau angesprochen, sondern versucht zwischen möglichst vielen Ausprägungen des Hobbys Modellbau Brücken zu schlagen. Häufig sieht man auf den einschlägigen Veranstaltungen immer ein Ähnliches Bild: statische Modelle von Luftfahrzeugen, Bodenfahrzeugen, Wasserfahrzeugen und Figuren – meist alles mit deutlicher militärischer Dominanz. Anders ist das beim FMO-Modelltag: Durch eine hohe Anzahl an Teilnehmern aus dem Bereich RC- und Funktionsmodellbau findet man hier deutlich mehr zivilen Charme. Neben einem großen Spielgelände für ferngesteuerte Trucks und Baumaschinen gab es draußen auch ein Bassin für RC-Schiffe. Die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der Low-cost-RC-Helikoptertechnik durften ebenso wenig fehlen wie das Spektrum der Modellbahner und Autosammler.

Nun mag der geneigte Leser sich fragen, ob man hier noch Schnittmengen mit anderen Besuchern und Ausstellern findet. Es ist tatsächlich auch so, dass der Modelltag eher so etwas wie eine Mischung aus Ausstellung, Modellauto- und Bahn-Börse und Messe ist, aber der Plastikmodellbau ist bei Weitem keine Randerscheinung. Auch die Firma Revell war mit einem kleinen Messestand vertreten und beantwortete geduldig die Fragen neugieriger Besucher und Aussteller.

Auch das Besucherverhalten unterschied sich brachial von dem anderer Modellbauevents: Während auf manchen kleineren Ausstellungen der IGPM Posemuckel schon am Nachmittag „Totentanz“ herrscht, rennen die Besucher dem Flughafen Münster-Osnabrück die Türen ein. Trotz der Tatsache, dass es draußen frostig kalt war und immer leichter Schneegriesel vom Himmel fiel, waren es Tausende. Die Veranstalter schätzen die Zahl der Besucher in den vergangenen Jahren auf etwa 8-9.000. Diese hohe Zahl kommt aber nicht etwa allein durch die Location zu Stande, denn auf dem kleinen Flughafen geht es außerhalb der Ferien eher gemütlich zu. Wir erlebten viele Familien, die offensichtlich einen Tagesausflug zum Flughafen unternahmen. Dieses Publikum war im Vergleich sogar ganz angenehm: interessiert, aber nicht auf Nietenzähler-Diskussionen aus. Auf dieses Publikum ist letztlich auch die spartenübergreifende Ausrichtung des FMO-Modelltags zurückzuführen. Die (hier unterstellte) Intention des Veranstalterteams ist es, das Hobby Modellbau mit allen Facetten den „normalen“ Leuten draußen näher zu bringen. Dass das Konzept aufgeht, zeigte auch die Jugend-Bastelstraße, die durch die Modellbaufreunde Lingen betreut wurde. Die 10 Arbeitsplätze waren von morgens bis abends bis auf wenige Ausnahmen permanent belegt.

Ungewöhnlich war es, das man als Aussteller Tische und Stühle selbst mitbringen musste. Dies wurde aber durch kostenloses Parken (an einem Flughafen nun wahrlich keine Selbstverständlichkeit), Verzehrgutscheine für den Imbisswagen und ein Flughafen-Catering zu wirklich humanen Preisen entschädigt.

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