7. Modellbauausstellung IG Plastikmodellbau Erzgebirge, Markersbach
23.-24.02.2013

Text und Bilder Bernhard Pethe


Nach 2011 haben die Jungs um Daniel Weigel, der IG Plastikmodellbau Erzgebirge, wieder zur einer Ausstellung geladen. Alle zwei Jahre, ist für so eine Ausstellung ein entspannter und passender Zeitabstand, sich am Jahresanfang, in gemütlicher Runde, zu treffen. Es ist zugleich wiederum ein großer Zeitabstand für jedes Navigationsgerät. Ich war schon oft in Markersbach, aber jedes mal gibt es eine neue Route zum Ziel. Wenn man sich nicht so auf die winterlichen Straßenverhältnisse hätte konzentrieren müssen, könnte man der ganzen Sache auch was Gutes abgewinnen und die Landschaft genießen. Frei nach dem bekannten Liedtext, „O Arzgebirg, wie bist du schie“. Folglich denkt man, das ist ein Trick der örtlichen Tourismusindustrie, welche die Navis heimlich manipuliert haben. Wie dem auch sei, der Saal war wieder voll. Lange nicht gesehene Modellfreunde haben sich tatsächlich wiedererkannt. Etwa 50 Aussteller aus vier Bundesländer hatten trotz der angesagten und tatsächlich eingetroffenen Wetterverhältnisse, den Weg nach Markersbach gefunden. Winter satt, in Markersbach und im Grunde nichts Neues. Wer im Februar nach Markersbach fährt, der ist Modellbauer oder Skiläufer. Wer beides ist, wie unser Axel, der stellt erst einmal schnell seine Modelle, unsortiert auf den Tisch und schnallt sich dann seine Bretter unter. Modellsport nennt man das. Drei Händler versorgten die Bastelgemeinde mit den nötigen Nachschub an Bausätzen und Verbrauchsmaterialien. Hervorzuheben ist dabei der Hobby Shop Chemnitz mit einen gut sortierten Angebot und moderaten Preisen, sowie die Firma Gabbert, mit dem Chef persönlich. Eine sehr gut bestückte Tombola sorgte für die finanzielle Absicherung des Veranstalters. Der Basteltisch für die Kinder wurde nur zögerlich angenommen. Neu war, neben dem obligatorischen Saalwettbewerb für die Besucher, ein richtiger Wettbewerb, mit Klasseneinteilung, Jury und Bewertungspunkten. Ja, die Zeit hat man die zwei Tage, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und weil wir gerade dabei sind, Jörg gewinnt verdientermaßen die Kategorie Flugzeuge und den Pokal „Best of Show“.
Ein Großteil der ausgestellten Modelle war qualitativ sehr gut. Alle Modellsparten waren vertreten, nur die Schiffsmodelle waren etwas unterrepräsentiert.
Der gemütliche Abend musste wegen der vielen Teilnehmer zwar kurz umorganisiert werden, war dann aber so wie es der Name es sagt, gemütlich. Oder doch eher laut und feucht? Nein, kann man nicht sagen. Die Gemeinde der bekannten Modellfreunde wird eben doch irgendwie älter und da unterhält man sich eh nur noch über die wilden Jahre, als der Modellbau noch ohne Ätzteile auskommen musste. Nach einem sehr guten Frühstück am Sonntag in unserem Landhotel „Hirtbrück“, war Schneekehren angesagt. Der Sonntagvormittag war dann doch etwas zäh. Letzte Modelle wurden noch bewertet und letztes Geld, das am Abend nicht in Bier umgesetzt wurde, beim Händler gelassen. Für die Verpflegung im Haus war gesorgt. Über die Preise reden wir nicht, aber lecker Kuchen hat es gegeben.
Am Nachmittag gab es die Auswertung und Siegerehrung des Wettbewerbs und dann war auch schon Einpacken angesagt. Nach Jörg konnte Bernhard bei den Fliegern noch einen zweiten Platz belegen. Der dritte Platz ging an Lars Grundmann mit seiner 48er MiG-21SMT. Die Heimfahrt verlief problemlos, wenngleich die eingeflossene Warmluft über den Schneeflächen für ausgedehnte Nebelfelder auf der Autobahn sorgte.
So, der Einstieg ins Modellbaujahr 2013 ist geschafft und ich denke, wenn in zwei Jahren wieder zur ERZmodell 2015 gerufen wird, wir werden wieder präsent sein.
In diesem Sinne, ein gutes Modellbaujahr.

Zurück zur Übersicht

 

© Flugzeugform Modellbauclub