18. Modellbauausstellung Flugplatzmuseum Cottbus
21.10.2012

Text und Bilder Bernhard Pethe


Oft lässt sich es nicht immer einrichten, weil andere Dinge Vorrang haben, oder der Arbeitgeber sein Recht verlangt. Aber nun hat es wieder mal endlich geklappt, zur Modellbauausstellung im Flugplatz Museum Cottbus zu fahren. Es war die 18. Ausstellung und es gibt tatsächlich Modellfreunde, die alle achtzehn Ausstellungen besucht haben. Respekt. Die Kontinuität, mit der das Museum den Modellfreunden, vor allem aus dem Osten der Republik eine Ausstellungsmöglichkeit bietet, liegt vor allem an den Protagonisten im Museum. Alex Düse N. macht da als Modellbauorganisator eine gute Arbeit. Im Alleingang geht das sicher nicht. Aber hier in Cottbus arbeiten alle Hand in Hand und jeder hat seine Aufgabe. Speziell den Kuchenbäckerinnen an der Fliegerbar und den Männern an der Gulaschkanone ein herzliches Dankeschön. Alles preiswert und lecker, der Apfelkuchen, ein Gedicht.

Tja, Modellbau gab es auch. So hat das Museum nach wie vor sein eigenes Flair. Die einzelnen Ausstellungsräume, der Modellverkauf auf dem Flur, die Modelle zwischen den Exponaten. Vielleicht nicht jedermann Sache, aber ich und viele andere auch, mögen es. Die Flugzeuge sind hier in Cottbus eindeutig in der Überzahl. Nicht nur im Museum, nein auch auf den Tischen der Aussteller. Kaum einer, der keine MiG, Jak oder Antonow stehen hat. Vom Maßstab 1:144 bis 1/32 waren alle Maßstäbe präsent. Vom Agrarflugzeug bis zum Airliner, vom Hubschrauber bis zum Senkrechtstarter, alles mit viel Liebe zum Detail nachgebaut. Modellbau eben. Was machen, wenn ein Modell nicht mehr den persönlichen Ansprüchen gerecht wird? Da gibt es immer noch den Cottbuser Plastikmodellweitwurfwettbewerb, kurz CPFWWW. Ein Gaudi, der besonderen Art. Für die Gewinner gab es eine Jahresfreikarte fürs Museum. Ich müsste mir jetzt wohl eine Zweitwohnung in Cottbus besorgen, aber das was ich mir auf der Nordseite des Flugplatzes angeschaut habe und wo ich vor 38 Jahren schon einmal gewohnt habe, das sah mir dann doch sehr baufällig aus. Das wunderbare Herbstwetter passte zur Veranstaltung und spülte viele Besucher auf ihren Nachmittagsspaziergang ins Museum. Das Wetter führte auch dazu, das ein Händler seinen Stand im Freien aufbauen konnte. Der benachbarte Drachen- und Gleitschirmclub lud die ganz mutigen zum Tandemflug ein. Wem die Aktion noch nicht reichte, eine Fahrt durchs Gelände mit einem Tatra 813 8x8 war auch machbar. Wer es lieber ruhiger haben wollte, für den waren die ausgestellten Flugzeuge im Museumsbereich immer eine gute Inspiration. Die erst im Sommer fertig gewordene MiG-21F13 war für viele der Hauptanziehungspunkt. So war die F13 auch prädestiniert für ein Gruppenfoto aller Aussteller.

So gingen die Stunden schnell recht schnell vorbei. Unser Clubkollege Jan hatte seine Modelle schnell verpackt und ging vor mir auf die Piste Richtung Leipzig. Meine Heimfahrt verlief dann auch Staufrei. Auf der B115, bis zur Autobahn bin ich mir noch nicht sicher ob mich die tiefstehende Sonne oder ein Blitzer geblendet hat. Die nächsten Wochen, werden da Klarheit bringen.

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