e-Day
28.-29. September 2012, Prag (Tschechische Republik)

Text Jörg Schlegel, Bilder Arne Goethe


Am 28./29. September wurde in der Galerie Butovice wieder ein gehöriges Stück Tiefgarage für den Plastikmodellbau abgesperrt. Genaugenommen schon am Tag vorher(Donnerstag), wo man abends bis ca. 20 Uhr seine Modelle aufstellen konnte. Dies wurde von uns (Uli, Arne, Jörg) dankend angenommen, ebenso wie die Internetanmeldung auf der e-Day Seite, die auch wie in Uli`s Fall von unterwegs aus funktionierte. Als wir ankamen waren die Modellschildchen ausgedruckt und geschnitten, Abgabequittung und Armband lagen bereit. Hier gleich mal wieder ein großes Lob an die tschechischen Organisatoren! Die Veranstaltung wurde dieses Jahr (durchaus berechtigt) auf zwei Tage ausgedehnt, was den Andrang etwas entschärfte und auch uns dazu veranlasste den ersten Abend schon nach dem sechsten oder siebten Bier zu beenden. Immerhin wollten wir am nächsten Tag pünktlich um neun am Eduard-Shop sein um einige der, aus bekannten Gründen, streng limitierten Mig-15 Bausätze abzugreifen. Unser Zeitplan funktionierte und wir waren zehn vor neun da. Die Veranstalter hatten aber scheinbar schon eher die Türen geöffnet und die erste Auflage von Profipacks war schon weg. Immerhin gab es noch eine stattliche Zahl an Dual-Combos mit nicht weniger interessantem Inhalt. Gegen halb zehn war dann aber Schluss mit Mig-15.

Die Händlervielfalt war ähnlich wie im letzten Jahr nur die Aussteller schienen etwas weniger zu sein. Ob man wusste, dass es dieses Jahr keine Eduard- Einkaufsgutscheine für die ausgestellten Modelle gab? Arne wusste es jedenfalls nicht und brachte gefühlte zehn Modelle mit! Der Andrang in der für uns besonders interessanten 72-er IPMS-Kategorie war allerdings beeindruckend. Zehn Modelle, von ein bis viermotorig, hervorragend gebaut, und bei der Hälfte mindestens das Triebwerk, wenn nicht noch mehr geöffnet, machten uns nicht gerade zuversichtlich hier unter die ersten drei zu kommen. Das akribische Zuwerke gehen der Schiris verstärkte dieses Gefühl noch. Hier wurde peinlich genau auf die Geometrie, Oberfläche und Detailbemalung geachtet. Teilweise waren Taschenlampen im Einsatz!

Nun ja, wir lenkten uns mit Einkaufsorgien, Wurst und Bier ab, und nicht zuletzt mit einem lockeren Gespräch mit Eduard-Chef Vladimir Sulc ( Schulz). Ein sehr angenehmer Mensch, der, wie es aussah, für jeden zur Verfügung stand und auch ein offenes Ohr für die Frage einer älteren Dame hatte, ab wann es denn den Eduard-Hasen in Plüsch gäbe!

Als wir des Neonlichts überdrüssig waren, fuhren wir ins nahegelegene Flugzeugmuseum Kbely, wo man locker ein paar Stunden ohne Langeweile zubringen kann, auch wenn man schon öfter dort war.

Dank Uli`s Kontakt zu Jan Starski, einem Eduard- Mitarbeiter und Begründer des Museums Kovarska,. wurden wir für den Abend in den Wings-Club eingeladen. Hier handelt es sich um eine Flieger- Kneipe unweit des Prager Zentrums, welche von einem ehemaligen Exil-Tschechen ins Leben gerufen wurde und mit jeder Menge Originalteilen, Fotos, Dokumenten und Gemälden ausgestattet war. Weitere Gäste waren Mitarbeiter vom Airfix- Magazin und die Revi Autoren Martin Ferkl und Jan Bobek. Letzterer sorgte dann dafür, dass der Abend auch nach Ausschankschluss noch nicht zu Ende war. Eine schöne Kneipentour, interessante Gespräche und viel Bier sorgten hier bestens für die "Völkerverständigung".

Am zweiten Tag erschienen wir naturgemäß etwas später auf der Ausstellung und verbrieten die letzten Kronen. Die deutschen Besucher waren jetzt etwas zahlreicher und man traf die üblichen Verdächtigen. Die Auswertung des Wettbewerbs machte Arne und mich dann noch mal glücklich. Wir konnten uns über einen dritten Platz in der Hobby und der Master-Klasse freuen.

Für erste gab es einen handlichen Glaswürfel mit eingelasertem Martin-Baker, für letztere einen wunderschönen Orden vom IPMS. An alle Beteiligten hier noch mal ein herzliches Dankeschön für diesen Höhepunkt des Modellbaujahrs!

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