Modellbauausstellung des PMC Leipzig
07.07.2012, Markkleeberg (Sachsen)

Text und Bilder Bernhard Pethe


Eine fester Termin im deutschen Modellbaukalender ist Anfang Juli jedes Jahres, die Modellbauausstellung der Leipziger Modellfreunde im Westphalschen Haus in Markkleeberg. Keine große Ausstellung, denn der Platz ist immer sehr begrenzt, aber eine Ausstellung mit eigenen Flair.

Das ist wohl dem Ausstellungsort geschuldet. Das dreiflügelige Landhaus wurde 1927 in neobarockem Stil erbaut. Seit 1993 befindet sich das Westphalsche Haus im Eigentum Markkleebergs, wurde 2007 teilweise sorgfältig restauriert und dient der Stadt und ihren Vereinen als kultureller Treffpunkt und Veranstaltungsort.
Ich hatte nicht geplant nach Markkleeberg zu fahren, sonst hätte ich mir rechtzeitig einen Tisch reservieren lassen. Ein kurzfristiges Dienstfrei ermöglichte dann aber doch einen Abstecher zu den Leipziger Modellfreunden. Dank an Jan und Lutz für das Stück Ausstellungstisch, das mir netterweise zur Verfügung gestellt wurde. Sonntagmorgen auf der Autobahn, - ein Traum. Man muss nicht Angst haben, das man auf jemand auffährt oder aber die linke Spur rechtzeitig frei macht. Zehn vor Neun waren die Pforten vom Westphalschen Haus noch verschlossen. Punkt Neun kam dann ein Schließer, Aufschließer und schnell kam Leben in die Räume. Meine paar Modelle waren schnell platziert und so konnte ich mir schnell einen Überblick verschaffen, was modellbautechnisch so geboten wird. Aussteller aus Mitteldeutschland, aber auch zwei Modellfreunde aus Tschechien boten in der Hauptsache Fahr- und Luftfahrzeuge. Viele Modelle kannte man schon von anderen Ausstellungen, so das es nicht viel Neues zu sehen gab. Nicht alle Modelle sind an beiden Tagen zu sehen sind, da Aussteller oft nur einen Tag nach Markkleeberg kommen. Die Gespräche und der Kontakt zu alten Bekannten stand somit im Vordergrund. Drei Modelle aus dem aktuellen FF- Wettbewerb konnte man erstmals in Natura sehen. Sechs Händler boten einiges an Zubehör und Bausätzen.

Der Renner waren die aktuellsten Modelle von Eduard und Hobby Boss, die ein rühriger Händler im Angebot hatte. Für unseren Nachwuchs gab es in einem separaten Raum die Möglichkeit, unter Anleitung, sich an einfachen Plastikmodellbausätzen zu versuchen. Im weiten Garten des Hauses war für die Verpflegung bestens gesorgt. Unter schattigen Bäumen, bei einem Becher Bier oder Fassbrause, lies sich trefflich über persönliche Dinge oder über jene plaudern, die nicht da waren. Ein einfacher Wettbewerb, wo nur die Sieger je Kategorie ausgezeichnet werden, ist bei den Leipziger Modellfreunden Tradition. So waren dann mit der Siegerehrung die Stunden im Westphalschen Haus schnell vergangen. Die Heimfahrt über A9 und A4 war dann das krasse Gegenteil der Hinfahrt.

Im Nachhinein muss man den Leipziger Modellfreunden danken, das sie alljährlich diese überschauliche Ausstellung, als Treffpunkt der Modellfreunde auf die Beine stellen.

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