Modellbauaustellung in der Flugwerft Schleißheim 2012
17.03-18.03.2012 Schleißheim

Text Bernhard Pethe, Bilder Bernhard Pethe und Rolf Seyfried


Geburtstagstreffen in Schleißeim

Warum fahren elf gestandene Modellfreunde, bei Top Frühlingswetter durch die halbe Republik? Ganz einfach, der FFMC feiert seinen 10. Geburtstag. Ein Umstand, den es in angemessener Form zu begehen galt. Dazu bot sich die 14. Modellbauausstellung in Schleißheim, auf historischen Boden gerade zu an. Quartiere wurden gebucht, Tische bestellt, Torten gebacken, Preise entworfen und Fahrgemeinschaften gebildet. Doch alles schön der Reihe nach. Wer schon am Freitag angereist war, konnte ausgeschlafen dem bevorstehenden Treiben entgegensehen. Aus rein protokollarischen Gründen hier die Aufzählung der angereisten Mitglieder.
Als da wären (v.l.n.r.) Felix, Kai, Johannes, Rolf, Henne, Bernhard, Axel, Jörg, Hans-Peter, Torsten und Franz (nicht im Bild).


Ich danke hiermit allen, die den Weg nach Schleißheim gefunden haben.
Mit unseren sieben Meter Tischlänge hatten wir dann aber erhebliche Probleme, alle Modelle unterzubringen. Aber wir wussten, das es eng wird und wo ein Wille ist, da ist auch Platz auf den Tischen. Wir haben dann zu einem kleinen Trick gegriffen und Modelle, die keinen Platz mehr finden konnten, in den Wettbewerb gestellt. Letztlich konnten wir damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir konnten unserem Schweizer Modellfreund Rolf Platz für zwei Modelle anbieten und haben auch noch ein paar Preise gewinnen können.

Der Samstagvormittag verlief etwas hektisch, waren doch einige Vorhaben abzuarbeiten. Rolf hatte extra ein paar Flaschen Sekt, mit denen normalerweise Verkaufsverhandlungen schöngetrunken werden, mitgebracht, mit denen wir schnell mal in kleiner Runde und mit unseren Gästen anstoßen konnten - absolut köstlich, die von Kai mitgebrachte Geburtstagstorte. Trotz beachtlicher Größe war die Torte viel zu schnell vergriffen. Feinschmecker auf diesem Gebiet wagten die Aussage, das Blau vom FFMC hat am besten geschmeckt. Nun, wie dem auch sei, danke an Kai, für die süße und optisch anspruchsvolle Idee.

In Vorbereitung dieser Geburtstagsfeier wurde eine weitere Idee geboren. Und da der Erfolg viele Väter hat, bleibt es mir erspart sie alle zu nennen. Geboren wurde der “FFMC Blue Award”. Eine Auszeichnung für den ambitionierten Luftfahrtmodellbauer, der versucht ist, dem perfekten Modell auf die Spur zu kommen. Der Award wird keine Eintagsfliege bleiben und zukünftig einmal im Jahr auf unterschiedlichen Ausstellungen vergeben werden. Die erstmalige Vergabe des „FFMC Blue Award“ war auch als ein Dankeschön an all die Organisatoren um Hermann Unverdorben gedacht, die jedes Jahr eine tolle Ausstellung auf die Beine stellen.
Als mögliche Preisträger kristallisierten sich schnell einige Modellfreunde heraus, wobei letztlich die Modellpräsentation den Ausschlag gegeben hat. Um so größer war die Freude bei Manfred Fischer vom PMV Augsburg, der als Erster den „FFMC Blue Award“ für das Modell und die Präsentation einer C-160D "Transall" im Maßstab 1:72 entgegennehmen konnte.


Die heiligen Hallen in Schleißheim waren wieder gut besucht. International und von hoher Qualität waren die Repliken aller Sparten. Wie über die Jahre schon bekannt, waren auch die Händler mit einem allumfassenden Angebot für unser Hobby vor Ort. Eine weitere feste Größe ohne die Schleißheim nicht zu denken ist, ist die liebevolle Verpflegung mit selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und leckerer Gulaschsuppe.
Am Samstag raste die Zeit schneller als jeder intakte und von Wetterunbilden verschonte ICE. Aber der Tag war noch nicht zu Ende. Im Hotel „Kurfürst“ war für den Abend ein Tisch bestellt. Gesprächsstoff nach 10 Jahren FFMC war genug vorhanden und so wurde das eine oder andere Anekdöthchen zum Besten gegeben. Der Abend verlief dann auch wie erwartet feucht und fröhlich. Ein gelungenes Beispiel für Integration, war der für uns zuständige Kellner, der bei Jörg die Imprägnierung des neuen Vereinsoutfits testen musste. Die Sachen waren dann aber schneller trocken, als die Aufschlüsselung unserer Getränkerechnung. Der Sonntagmorgen verlief dann eher gemütlich, da die Händler ihre Kassen, wie bekannt erst ab 11 Uhr wieder öffnen durften. Es war Zeit, auch mal wieder die großen Exponate in der zum Deutschen Museum gehörenden Flugwerft zu besichtigen. Einige Flugzeuge sind neu hinzugekommen. Eine spontane Exklusiverklärung ausgesuchter Flugzeuge durch Clubmitglieder überbrückte das obligatorische Nachmittagsloch - das sollten wir zukünftig ausbauen. Es blieb Zeit mit dem einen oder anderen Modellfreund ins Gespräch zu kommen und alte Verbindungen neu zu beleben. So verging ein kurzweiliges Wochenende, das allen, die dabei waren, noch länger in Erinnerung bleiben wird. Wenn Stimmen laut werden, das man dies in der großen Runde öfter machen sollte, ja, dann kann ich nur sagen, es liegt an jedem selber, den Weg zu uns zu finden.
Auf unserer Heimreise trübte das Wetter zusehens ein erinnerte uns daran, das nach dem Kalender ja eigentlich noch Winter war.

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