Minimax 2012
04.02.2012 Decin, Tschechische Republik

Text und Bilder Jan Himmelreich


Alle Jahre wieder und mittlerweile zur schönen Tradition geworden, ist die Minimax als erste größere Ausstellung im Nachbarland wieder den Leipziger Modellbauern die Reise wert gewesen. Mittlerweile ohne Karte oder Navi zu erreichen, erwartete uns das schon reichlich gefüllte Kulturhaus in Decin. Die Tendenz, dass die Veranstaltung immer mehr Aussteller anzieht hat sich fortgesetzt und so war es für uns schon schwer ein Plätzchen für unsere Modelle zu finden. Aber es war kein Problem und die Veranstalter, die wieder alles bestens im Griff hatten lösen solche Probleme im Handumdrehen. Wieder als Wettbewerb angelegt, machte der Flugzeugmodellbau ca. ein Drittel der Ausstellungsfläche aus. Figuren, Schiffe, Fahrzeuge und Dioramen belegten den anderen Teil. Seine mitgebrachten Modelle kann man mittlerweile bei tschechischen Ausstellungen schon im vorab online anmelden und erspart sich so längere Wartezeiten bei der Anmeldung.

Viele der ausgestellten Modelle zeigten wieder die hohe Schule im Modellbaubereich. Die immer wieder präsente Jugendwertung lässt einen manchmal zu staunen. Sieht man doch auch dort Modelle vom feinsten Zwirn, an denen man sich eine Scheibe abschneiden kann und die das Niveau manch hierzulande gezeigten Modelle von „Erwachsenen“ schon blass aussehen lassen.

Mittlerweile zu Perfektion getrieben werden Modelle im Maßstab 1:144. Ob F-14 oder A-4 -ohne komplettes Cockpit mit Gurten, gefahrene Klappen und Einstiegsleitern geht da nicht mehr! Da kommt man nicht drumherum dies mit einem Augenzwinkern im Vergleich zur heimischen 1/144er Fangemeinde zu sehen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass sich wieder einige Händler die Ehre gaben ohne jedoch Neuheiten zu präsentieren. Fürs leibliche Wohl war gesorgt, das Wetter war prima und die tschechischen Modellbauer wie immer gastfreundlich und hilfsbereit. Die örtliche Polizei hatte sich wohl rund um das Kulturhaus auf die Lauer gelegt und so manchem eine Wegfahrsperre verpasst, der sein Auto parkte, wo es der Staatsmacht nicht passte. Uns betraf es zum Glück nicht, weil wir ja Schilder lesen können. So konnten wir nach dem obligatorischen Einkaufsbummel entspannt und mit neuen Eindrücken von dem ersten Modellbauausflug im Nachbarland die Heimreise antreten.

Zurück zur Übersicht

 

© Flugzeugform Modellbauclub