Moskau, Park des Sieges
Moskau im August 2011

Text und Bilder Jan Himmelreich


Was uns hier erwartete, war nicht ganz klar. Der schlechte Zustand der Exponate in Chodinka lag uns noch im Magen. Aber im großen Land geht es dann doch auch anders. Fast alle ausgestellten Flugzeuge haben unter einem großen Dach Platz gefunden. Die Maschinen sind so gut wie alle aufgebockt, um Fahrwerk und Reifen zu schonen. Die Sammlung wird durch Motoren, Zubehör und andere Einzelteile ergänzt. Teile abgeschossener deutscher Flugzeuge liegen den ausgestellten Siegerflugzeugen des 2. WK zu Füßen. Meinem Begleiter, der sich in dieser Sparte weitaus besser auskennt als ich, war nicht immer klar, ob die Beschriftung dieser dem tatsächlichen Typ entspricht. Einige Maschinen hatten eine neue Bemalung erhalten. Insgesamt fiel auf, dass in Russland die Restauratoren offensichtlich andere Maßstäbe anlegen als in anderen Ländern, und das gilt nicht nur für der Farbgebung. Wenn z.B. ein Rotorblatt vom Hubi nicht ganz unter das Dach passt, wird es eben unkonventionell abgeknickt - passt nun. Natürlich geht es unter der Überdachung eng zu, was es dem Fotografen immer wieder erschwert ordentliche Bilder oder Gesamtansichten von einzelnen Maschinen zu machen. Dafür kann man an den Maschinen schöne Detailaufnahmen machen. So zum Beipsiel an einer hierzulande weniger bekannten MiG-21 Version, oder an einer SU-15 mit angehangenen Kanonenpods unterm Rumpf.
Das große Freigelände mit Militärtechnik aller Art ist sehr gepflegt, die Technik ordentlich erhalten. Der Rundgang, der doch länger dauerte als geplant war eine interessante und informative Sache. Auf dem weitläufigen Gelände des Parks befindet sich auch noch ein Museumsgebäude, das wir aber aus Zeitgründen leider nicht mehr besuchen konnten.

Die Preise für Eintritt und Fotogenehmigung waren für uns nur symbolisch und wiederum gut angelegt. Die Aufsichtspersonen an der Kasse hatten nichts gegen ein paar Zigaretten und waren sehr nett. Bei mehr Zeit wären diese sicherlich zu bewegen gewesen, das eine oder andere Flugzeug zur Besichtigung aufzuschließen. Aber das kann man ja das nächste mal probieren.

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