Göteborg - Aeroseum
Juli 2011, Gölteborg Schweden

Text und Bilder Volker Henning Beyer


Oft ist es so das Relikte des kalten Krieges unbeachtet von der Öffentlichkeit vor sich hin modern, allein gelassen und abgeschlossen durch die Zeit treiben und schon gar nicht zu besichtigen sind. Wie vieles ist das in Schweden anders. Am Göteborg City Airport (früher Säve Airport) haben wir ein Schmuckstück der besonderen Art. Ein Flugzeugbunker im Berg. Seine neue Bestimmung nennt sich Aeroseum ein Flugzeugmuseum und Erlebniscenter.

Aber zur Geschichte. Die Anlage wurde schon zu Zeiten das zweiten Weltkriegs begonnen und 1940 von der Luftflotte F 9 benutzt, damals mit Fiat CR.42, Bilder davon sind im Netz zu finden und eine Fiat dieser Zeit steht im Schwedischen Luftwaffenmuseum. 1955 wurde dann die Anlage ausgebaut, der kalte Krieg hatte begonnen und Schweden versuchte seine Neutralität zu wahren. 1999 ende dann die Zeit des Versteckspiels, die bis dahin hoch geheime Anlage wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute ist es noch ein beklemmendes Gefühl in den Katakomben zu wandeln. Es stehen etwa 30 Flugzeuge und Hubschrauber in den 22000 qm der Ausstellung, interessant ist auch das man viele Details zu sehen bekommt wie Radare, Triebwerke und was den Dioramabauer freuen wird Flugfeld Gerätschaften aller Art. Die Beleuchtung ist für Fotos leider alles andere als Optimal, aber immerhin kann man sich als Entschädigung in eine Viggen oder Draken setzen. Auch die Kinder haben reichlich Fläche um sich auszutoben auch wenn die Alouette die Kinderspielplatz geworden ist, sicher dem Flugzeugenthusiasten einen Stich versetzt. Abgerundet wird es von einem Café, um die uninteressierte Ehefrau zu parken oder recht günstig einen Bürger oder Hotdog zu essen. In einem kleinen Shop kann man einige Bücher erstehen.

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