Airpower 2011
01.07.2011

Text und Bilder Rolf Seyfried


Im Grunde benötigt diese Veranstaltung keine Werbung, und nicht mal der "Flügelverleiher" aus Österreich kann so viel Aufmerksamkeit erreichen, wie Adebar am falschen Ort. Die Störche sorgten für viel Aufregung im Vorfeld dieser Airshow und trugen vielleicht dazu bei, dass 2011 ein neuer Besucherrekord zu verbuchen war? Ganz sicher war es aber die letzte Airpower, die viele zu einem Besuch anspornte. Das Bundesland Steiermark, das Bundesheer und Red Bull haben auch dieses Jahr wieder was auf die Beine gestellt, das in Kontinentaleuropa seines Gleichen sucht! Man wird bereuen eine solche Veranstaltung nicht zu besuchen und bereuen wollten wir nicht. Also machten wir uns auf den Weg nach Zeltweg und uns war keine Hürde zu hoch, daher reisten wie diesmal über den wunderschönen Sölkpaß (1790 Meter über NN) an.


Am nächsten Morgen verlief die Anfahrt zur Flugveranstaltung ohne Stau und Trubel, selbst bei der Eingangskontrolle zum Fluggelände. Während die Verkehrsleitung die Polizei übernahm, waren für die Parkplatzeinweisung und Sicherheit im Fliegerhorst nahezu ausschließlich die Soldaten des Bundesheers zuständig. Und alles klappte wunderbar, schon zu diesem Zeitpunkt konnte man als "Piefke" etwas neidisch sein.

Früh morgens bei überraschend schönem Wetter, waren die Vorhersagen doch negativer, kam so manches Flugzeug in der statischen Ausstellung erst so richtig zur Geltung. Und einige seltene Flieger wie die Soko G-2A "Galeb", Soko G-4 "Super Galeb", Fairchild M62A PT-19, Musger MG 19a"Steinadler", Pischof Autoplan, Nord 2501 "Noratlas" 2501.standen für die "Detailfetischisten" zur "Inspektion" bereit.


Die üblichen Düsenflieger links liegen gelassen, ging es schnell zum Hangar 8, dem Platz eigenen Museum, um nicht all so viel der Flugvorführungen zu verpassen. Diese Sammlung beschäftigt sich überwiegend mit der Geschichte vom Bundesheer geflogener Flugzeuge und Hubschrauber. Aber auch einiges an Bewaffnung, Bodengeräte und Utensilien aus der Zeit des 2. Weltkrieges sowie eine MiG 21 R ist in der ehem. Werft untergebracht. Ein nahezu unverändertes Gebäude von 1939, als der Fliegerhorst von der deutschen Luftwaffe genutzt wurde.


Als wir dann hörten, dass draußen die ersten Flieger ihre Runden drehen, wurde klar dass man es niemals schafft alles zu sehen. Schon um ca. 9:00 Uhr begann die Flugvorführung und endete erst nach 17:00 Uhr! 8 Stunden nahezu ohne Unterbrechung folgt ein Erlebnis nach dem Anderen. Und so kam es das selbst am Freitag schon ca. 140000 Zuschauer gezählt wurden. Natürlich tragen auch die humanen Preise für Verpflegung und der Umstand, dass sich kaum eine längere Schlange an den Schnitzel-, Wurst-, Fisch-, Süßigkeiten-, Eis-, Getränkebuden bildete, zur Popularität bei. Es ist für manche eh vielmehr ein riesiges Picknick mit Kind und Kegel.


Das Bundesheer präsentierte sich von der besten Seite und das nicht nur im Flugprogramm. Leider verletzten sich zwei Springer des Bundesheeres beim Absetzen aus einer der C-130 "Herkules", als sie aus dem "Brötchen" ihre Automatikschirme nicht raus kamen. Die Genesungswünsche gehen natürlich an diese beiden, mit der Hoffnung dass keine Schäden zurückbleiben. Glück Ab!

Den Abschluss des Flugprogramms bildeten die zahlreichen Kunstflugstaffeln. Die vor dem Panorama der Bergkette noch eindrucksvoller zur Geltung kamen.

Für die Airpower 2011 war das "Pickerl" allemal wert gekauft zu werden, um in Österreichs grünes Herz, die Steiermark zu kommen. Baabaa, bis 2013!

Zurück zur Übersicht

 

© Flugzeugform Modellbauclub