Hasegawa 1:32
Messerschmitt Me 163B "Komet"
II. Jagdgeschwader 400


von Michael Götz


Der geistige Vater der Me 163 war einst Professor Alexander Lippisch bevor das Projekt an Messerschmitt ging. Wie viele Projekte in den letzten Kriegsmonaten sollte auch diese vermeintliche "Wunderwaffe" dazu beitragen das Ruder herumzureißen und so den endgültigen Sieg bringen. Die Me 163 war das schnellste Flugzeug im 2 Weltkrieg und sollte die anströmenden Bomberverbände aufhalten. Lediglich 9 Bomber konnten durch Me 163 abgeschossen werden, unzählige Piloten kamen aber bei Unfällen dieser absolut nicht truppentauglichen Maschine ums Leben.

Der Bausatz von Hasegawa hat gut und gerne schon über 30 Jahre auf dem Buckel. Die Qualität ist aber immer noch gut und die Teileanzahl für einen 1:32er Bausatz doch recht überschaubar. Diese Wiederauflage ist aus dem Jahr 2007 und enthält einen Decalbogen, der es dem Modellbauer erlaubt 4 Maschinen vom JG-400 zu bauen. Die Bauteile verfügen über erhabene Panellinien, daher hatte ich mich entschlossen, diese neu zu gravieren. Das Gleiche betraf die erhabenen Nieten.
Da das Cockpit aus dem Kasten heraus mir nicht zusagte, habe ich eines von CMK verwendet. Es ist eine gute Basis, an der aber noch einige Details, die man wohl vergessen hat, ergänzen sollte. Diverse Hebel, Kabel, Schläuche, die man auf Originalbildern gut sehen kann, wurden hinzugefügt. Die Bauanleitung für das CMK Cockpit ist mit Vorsicht zu genießen, ein Beispiel dafür sind die Seitenwände. Klebt man zuerst alle Details auf, so wird man sie nie bzw. nicht ohne große Probleme an die Rumpfseiten bekommen. Man sollte die Seitenwände leicht vorgebogen an die Wanne kleben, danach dann Seite für Seite anpassen und erst dann die Bauteile an die Seitenwände kleben. Auf diese Weise hat man sich großen Ärger erspart. Die fehlenden Details, sowie die Anleitung sind aber auch die einzigen Kritikpunkte an diesem Set, sonst passt es sehr gut in denn Hasegawa Rumpf.


Der weitere Zusammenbau gestaltet sich recht einfach. Die Passgenauigkeit ist trotz des hohen Alters sehr gut. Wer möchte, kann das Heck abnehmbar gestalten. Dann kann man auf das gut wiedergegebene Walter Triebwerk schauen. Ich habe jedoch darauf verzichtet.
Nach den letzten Montagearbeiten war nur wenig Spachtel und Schleifarbeit notwendig. Es konnte also zügig ans Lackieren gehen. Zuerst erhielt die Unterseite ihren Anstrich mit RLM 76, danach folgten RLM 82 und 81 auf der Oberseite. Die komplette Lackierung wurde frei Hand per Airbrush aufgebracht. Die Farben kamen wie immer aus dem RLM Sortiment von Gunze. Eine Schicht Klarlack bereitete die fertig lackierte Oberfläche für die Aufnahme der Abziehbilder vor. Die Verarbeitung der Decals selber stellte sich als schwierig heraus. Erst lösten sie sich sehr langsam vom Trägerfilm, und als sie es dann doch endlich taten, klebten sie sofort an der Stelle fest wo sie mit der Oberfläche in Berührung kamen. Mit viel Geduld und späterem Nachlackieren einiger Stellen der Decals ließen sie sich dann doch noch verarbeiten. Ärgerlich ist so etwas aber trotzdem. Eine weitere Schicht glänzenden Klarlacks versiegelt die Decals. Die Alterung wurde dezent mit Ölfarbe und Pastelkreide realisiert.
Zum Schluss folgte noch die Endmontage, die sich nur noch auf ein paar Antennen beschränkte .

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