Revell 1:32
Eurofighter Typhoon
"30+32" GS020
Jagdgeschwader 74
Neuburg an der Donau


von Torsten Hofmann


Lange angekündigt und heiß erwartet war der Bausatz in 1:32 von Revell des Eurofighters. Sieht der Eurofighter in seiner Erscheinung doch recht schlicht aus, so ist er im Modell zu konstruieren und umzusetzen sehr schwierig. Egal welcher Maßstab, als kleine Herausforderung gilt immer der Lufteinlauf am Modell der hier aus mehreren Bauteilen besteht. Soll das ganze harmonisch aussehen und sich nahtlos an den Rumpf anpassen, sind hier Spachtel- und Schleifarbeit unumgänglich. Genau dieser Bereich war es auch der am meisten Zeit und Aufwand beanspruchte.

Das Modell des Eurofighter wurde komplett aus der Kiste so wie Revell ihn anbietet gebaut. Da der Bausatz erst seit kurzer Zeit in den Regalen der Händler stand waren leider auch noch keine Zurüstteile zur Aufwertung, die hier und da doch zu gebrauchen sind vorhanden.Lediglich kleine Antennen wie z.B. vor dem Cockpit sind in Eigenarbeit entstanden und wurden ergänzt.
Ebenso wurde der Austritt der APU auf der linken Seite welcher die dunklen Rußspuren auf dem Rumpf hinterlässt etwas verändert. Der Abgasauslaß der APU wird von Revell nur angedeutet dargestellt. Dieser Bereich wurde mit einem kleinen Bohrer aufgebohrt und mit einer Rundfeile angepasst. Von der Rumpf-Innenseite wurde ein schräg abgeschnittenes Rohrstück das an den APU-Auslaß angepasst wurde befestigt und von innen schwarz lackiert.


Das Original beim Start in Neuburg

Das Cockpit wirkt leider etwas grob und erinnert an längst vergangene Zeiten. Optional können Monitore durch Decals dargestellt werden auf die ich jedoch verzichtete. Auch hier wird es sicherlich in naher Zukunft Zurüstteile geben, welche das Cockpit erheblich aufwerten werden. Sehr schön detailiert ist der Schleudersitz, der alleine aus zehn Einzelteilen besteht.
Revell bietet viele Bauoptionen um verschiedene Zustände des Flugzeugs darzustellen. So können die Canards, der Luftbetankungsausleger, Slats, Luftbremse, innere und äussere Flaperons, Schubdüsen und das Seitenruder in verschiedenen Positionen dargestellt werden.
Rumpf und Flügel sind leider nicht immer gleichmäßig und gut detailiert. Die Qualität der Gravuren verteilen sich von "Überragend" bis "Unterirdisch" über das ganze Modell. Selbst Sinkstellen sind zu oft zu finden, zudem ist die Oberfläche sehr rau und unterschiedlich. Sehr schön detailiert ist das Fahrwerk. Kleiner Minuspunkt sind hier jedoch die Auswerferstellen und die nicht im richtigen Winkel zum Boden stehenden Räder. Der Bausatz ist prall gefüllt mit sämmtlichen Luft-Luft Lenkwaffen die in den Eurofighter Betreiberländern genutzt werden.
Wieder ein kleiner Lichtblick am Modell sind die schön gestalteten Schubdüsen die ebenfalls aus mehreren Einzelteilen bestehen. Kleines Manko jedoch ist der Übergang (Formfehler) von Rumpf zu den Schubdüsen.


Die Decals sind wie immer bei aktuellen Revell Bausätzen hervorragend. Es stehen drei Versionen der Bundesluftwaffe sowie eine der Royal Airforce zur Verfügung.
Das Modell zeigt einen Eurofighter in "QRA" Konfiguration (Quick Reaction Alert / Alarmrotte), die aus zwei Iris-T Infrarot Kurzstrecken Lenkwaffen und einem Zusatztank bestehen kann. Lackiert wurde das Modell mit AquaColor von Revell. Der Farbton wurde aus 2/3 Grau 76, 1/3 Hellblau 49 und ein paar Tropfen Ultramarinblau 51 zusammen gemischt.

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