Unsere Modelle

Tupolew SB-2bis M-103  von Bernhard Pethe

Bausatz MPM Masstab 1/72

Das Original

Die Entwicklung der SB-2 begann 1933 unter der Bezeichnung ANT -40.1. Der Leiter dieser Entwicklungsgruppe, im OKB Tupolew war A.A.Archangelski. Die neuesten technischen und aerodynamischen Erkenntnisse flossen bei der Projektierung in dieses Flugzeug ein. Freitragender Mitteldecker mit Glattblechbeplankung und Einziehfahrwerk. Der zweite Prototyp, ANT -40.2, von Tupolew's Leuten parallel entwickelt, ging dann 1935 unter der Bezeichnung SB-2 in Serie. SB bedeutet schlicht, schnelles Bombenflugzeug (ross. Skorostnij - bombardirowschtschik). Die SB-2 war in den ersten Jahren (1935-1937) eines der leistungsfähigsten Frontbombenflugzeuge seinerzeit und flog den meisten Jagdflugzeugen davon

Von 1935 bis 1941 wurden von der SB-Reihe (SB-J., SB-2bis, SB-3 und Ar-2) 6466 Flugzeuge hergestellt. Diese SB-2 M-103 war mit dem besseren Triebwerken Klimow M-103 (960 PS) und der Dreiblatt- Verstell- Luftschraube VISH-22 ausgerüstet. Eine Besonderheit bei diesem Typ war die Abgasführung zu einem Wärmetauscher in der Nasenkante der Tragfläche und endete oberhalb der Tragflügel. Mit einem solchen Flugzeug erreichte M.J .Alexejew 1937 eine Weltrekordhöhe von 12215 Meter, bei einer Zuladung von 1000 kg.

Das Modell

Bereits 1997 erschien der Kit von MPM. Zum Selbstverständnis von MPM gehört, dass dessen Bausätze für den fortgeschrittenen Bastler gemacht werden. Die Verarbeitung der tiefgezogenen, transparenten Plastikteile für Kanzel, Bug und MG- Turm, sind nicht jedermann Sache. Die Qualität des Kits geht voll in Ordnung. Die 95 grauen Plastikteile sind sauber gespritzt und besitzen eine fein versenkte Gravur.

Vervollständigt wird die Ausstattung von einer 10teiligen Fotoätzplatine, dessen Teile sich sinnvoll in das Modell einfügen, sowie ein Negativfilm zur Hinterlegung  der Gerätetafel. Der Decalbogen erlaubt den Bau einer russischen, chinesischen und einer finnischen SB-3. Die sehr übersichtliche Bauanleitung lässt bei der Montage keine Frage offen. Die Farbangaben beziehen sich auf den HUMBROL - Farbschlüssel. Bei diesem Modell kamen XTRACOLOR-Farben zur Anwendung.

Die eingesetzten Ruderflächen sind im Bausatz nicht enthalten.
Das von mir dargestellte Modell flog 1942 bei der finnischen Luftwaffe. Die finnische Besatzung Ek, Halla und Peltonen versenkten im Zeitraum vom 24.6.- 22.9.1942 vier U-Boote. Die Silhouetten sind auf dem Seitenruder aufgemalt.

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