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Bell P-39N "Airacobra" von Arne Goethe

P-39N von Ivan Iljitsch Babak (Held der Sowjetunion) der 9. GIAD der 100. GIAP von 1944

Maßstab 1/72, Bausatz Academy
Cockpit von Aires
Decals Eduard / Propagteam
Landeklappen Eigenbau sowie sonstige kleinere Änderungen

Der Erstflug der XP-39 fand am 6.April 1938 statt. Dieser Prototyp und Urahn aller P-39 ( und P-63) Varianten zeigte ein völlig neues Konstruktionsmerkmal : der Allison V1710 Motor war nicht wie herkömmlich im Bug, sondern ganz unkonventionell in der Mitte eingebaut. Diese Schwerpunktverschiebung sollte zu einem insgesamt bessern Flugverhalten verhelfen. Dies machte aber auch ein Bugfahrwerk nötig - das wohl markanteste äußerliche Merkmal der P-39. Der frei gewordene Bugraum wurde für den Einbau einer starken Bewaffnung genutzt - im Falle der N-Version einer 37mm Kanone sowie 2 12,7mm MG's . Dazu kam noch die Flächenbewaffnung - im Falle der N waren das nochmals 4 7,6mm MGs.

Academy brachte 1996 seine 72er Umsetzung der "Airacobra" heraus und bietet damit einen wirklich schönen Kit an. Die Oberflächen der sauber abgespritzten Teile sind fein und sauber graviert. Das Cockpitinnere wird recht gut dargestellt. Die linke Tür wird als Klarsichteile separat ausgeführt und somit kann das Modell einseitig  - ohne Gebrauch der Säge - gebaut werden. Die Passgenauigkeit der Teile ist sehr gut. Mit dem Bausatz lassen sich durch entsprechende Austauschteile de N- oder die Q-Version darstellen. Die sauber gedruckten Bretter - Decals lassen die Markierung einer amerikanischen Q und einer sowjetischen N zu.

Die Montage des Aires - Cockpits verläuft unproblematisch. Beim Einbau muss man darauf achten vorher die Bugfahrwerksschachtwand neu zu gestalten. Das austrennen der rechten Tür aus dem Rumpf und des Klarsichtteils verläuft ebenfalls - mit etwas Geduld und Vorsicht - problemlos. Etwas komplizierter ist da schon in Form biegen der jeweils zusammenzufaltenden Einstiegstüren die aus Ätzteilen bestehen. Diese Türen habe ich zusätzlich mit kleinen Griffen aus Draht versehen.

Vor dem Verkleben der Rumpfhälften sollte man soviel wie nur irgend möglich Ballast in den Bugraum einbringen : Durch das relativ lange Bugfahrwerk und den kurzen Vorderrumpf braucht das Modell hier sehr viel Gewicht um später "freihändig" stehen zu können. Für den Propeller habe ich mittels einer Gummi-Steckmuffe ( aus einem Hasegawa - Kit) eine neue Aufnahme gebaut.

Die 3 Tragflächenteile selber passen sehr gut untereinander als auch an den Rumpf. Hier habe ich in Eigeninitiative die Querruder ausgetrennt und in Funktion eingesetzt. Des weiteren habe ich die markanten Landeklappen ausgesägt, profiliert und die entsprechende Fläche am Tragflügel mit Plastiksheet Strukturiert.

Die Grundlackierung der meisten P-39 ist relativ einfach : Oben Olivgrün ( Olivedrab) und unten US-Neutral Grey. Bei dem Oliv aber sollte man sich entscheiden ob man eher ein etwas ausgeblichenes Einsatzmuster darstellen will - hier bieten Xtracolor und auch ModelMaster jeweils ein sehr passendes "Faded Olive Drab" an.

Nachdem mir das Aufbringen der sehr dünnen und empfindlichen Decals geglückt war erhielt das Modell nun noch Abnutzungsspuren in Form von Lackabplatzern, Schmutzspuren mittels Pastellkreide sowie einer Abgasfahne die ich ebenfalls mit Pastellkreide darstellte. Nach dem Überzug mit seidenmatten Klarlack aber war von sämtlichen hellen Pastellkreidepartikeln nichts mehr zu sehen - also musste ich hier noch mal mit der Airbrush ran. der letzte Arbeitsgang schließlich war das Anbringen der Antennenverdrahtung aus warmgezogenen Plastik.

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