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Focke Wulf Fw 189 A-1 „Behelfsnachtjäger“ Nachtjagdgeschwader NJG 100  von Rolf Seyfried


MPM / Condor 1:72

Die Fw 189 wurde in den späten 30er Jahren entwickelt. Der Prototyp unternahm seinen Erstflug im Juli 1938. Die „Uhu“, wie sie auch bis zum erscheinen der He 219 genannt wurde, war bis 1944 in Produktion, welche aus Kapazitätsgründen in dem besetzten Frankreich und Tschechien erfolgte.
Durch die großzügig verglaste Kabine war die Sicht der Besatzungsmitglieder hervorragend und somit für die Aufgabe als Aufklärer und zur Selbstverteidigung sehr dienlich! 
Die spezielle Aufgabe als Aufklärer war wohl der Anlass für einen weiteren Namen und so wurde sie auch unter „Fliegende Auge“ bekannt.
Aber auch Schlachtflugzeuge wurden aus dem Ursprungstyp entwickelt und es stellte sich heraus, dass auch die normalen Aufklärer geeignet sind Störangriffe zu fliegen, so erhielten viele Maschinen ETC unter den Außenflügel.
Ihr Einsatzraum war überwiegend die Ostfront und gerade da bewährte sich das robuste Flugzeug. Eine weitere Verwendung bescherten die nachts einfliegenden U-2 Doppeldecker, welche nachts Störangriffe flogen.
Um diese langsamen Flieger bekämpfen zu können wurden einige Fw 189 zu Nachtjägern umgebaut. 
Sie erhielten zum Teil FuG 212, Mg 151/20 als „Schräge Musik“, Flammdämpfer für den Abgasaustritt, die so umgerüsteten Maschinen wurden überwiegend im NJG 100 eingesetzt.

Das Modell von Condor, welches nun auch von Italeri vertrieben wird, sucht in diesem Maßstab seines gleichen. Mit negativen Gravuren, sauber gespritzten Bauteilen und einer guten Passgenauigkeit hat er mit dem betagten Bausatz von Arifix nicht mehr viel gemein. Leider fällt durch die Verwendung der CMK Zurüstteile enorme Anpassungs- und Schleifarbeiten an. Aber die wunderbare Detaillierung, gerade des Führerraums, rechtfertigt diese Arbeit. 
Der Umbau zum Behelfsnachtjäger, welcher einwenig eigeninitiativer erfordert, beinhaltet lediglich die Darstellung der „Schrägen Musik“ anhand eines MG FF 20mm, das FuG 212 bestehend aus nur einem Mast und den dazugehörigen Dipolen sowie den Flammvernichtern.
Etwas stiefmütterlich wird, bis in den Maßstab 1:48 und größer, oft das Peil G 4 behandelt. Die tropfenförmige Verkleidung des Peil G IV war unter dem Rumpf angebracht und diente zur Ortung und Boden/Luft Führung, aber auch Zielflug war damit möglich. Es ist das Vorgängergerät des bekannteren Peil G VI welches sehr oft bei Ju 88 und He 219 als runder Peilrahmen auf dem Rumpfrücken zu sehen ist. Auch Condor hat es nur als ein undurchsichtiges Bauteil in Form eines halbierten Tropfens dargestellt.
Die beiden Rumpfausleger hatten oben und unten einen Falz/Steg an dem die beiden Rumpfhälften miteinander „verbörtelt“ wurden. Dieser Falz sowie die zahlreichen Handgriffe am Mittelrumpf sind selber erstellt worden.
Das Tarnschema wurde anhand eines Originalfotos und nicht nach den zahlreichen falschen Farbprofilen aufgetragen. Verwendet wurden dazu die Farben von Xtracolor. Die Markierung stammt aus der Grabbelkiste und aus Aufreibebuchstaben. 

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