Abtrennen und Vorbereiten von Bauteilen


Damit das fertige Modell einen guten Eindruck hinterlässt, sollen an den verbauten Teilen keine Grate, Klebstellen oder Schleifspuren zu erkennen sein. Um während das Bauens die Nacharbeiten zu minimieren und schnelle Baufortschritte zu erzielen empfiehlt es sich, schon das Abtrennen der Bauteile als Modellbau zu betrachten und entsprechend sorgfältig zu arbeiten. Ein paar Hinweise möchte ich hier dazu geben.

Abtrennen von Bauteilen

Bauteile trenne ich immer in 2 Schritten vom Gußast. Zuerst benutze ich den Seitenschneider und schneide das Bauteil großzügig vom Gußast. Mit dem scharfen Skalpell wird erst dann der Gußast abgetrennt. Geht man direkt mit dem Seitenschneider an das Bauteil kann es passieren, dass von selbigem ein Teil mit abgeschnitten und damit irreparabel beschädigt wird. Das Abbrechen der Teile vom Gußast ist ebenfalls tabu. Siehe dazu die folgenden Fotos.
 







Vorbereiten der Bauteile

Nach dem Abtrennen der Bauteile verschleife ich die Oberfläche, bis sie frei von ungewollten Erhebungen ist. Kleine Versenkungen, die beim Produktionsprozess entstehen, werden mit Spachtelmasse aufgefüllt und ebenfalls verschliffen. Zum Abschluss entgrate ich das Bauteil; zuerst mit einem Skalpell, danach noch mal mit 400er Schleifpapier.



Sofern dass Bauteil später vom Modell absteht (Klappen, Antennen, Fahrwerk), erhält es schon jetzt die erforderliche Farbgebung mit dem Pinsel oder der Spritzpistole. Auch mit Bauteilen, an die man später nicht mehr rankommt (verwinkelte Radschächte, Intakes), verfahre ich so.

Handwerkszeug

Folgende Ausstattung hat sich bei mir bewährt:
· Seitenschneider
· Nagelschere
· scharfes Skalpell
· diverse Feilen/Nagelfeilen
· Schleifpapier (320-12000)
· geätzte Säge oder Rasierklingensäge

Rasierklingensäge

Dazu spannt man vier bis fünf alte Rasierklingen als Paket in einen Schraubstock. Mit einem Messer schlägt man in die Schneide kleine Kerben. Je mehr Kerben in die Rasierklinge eingebracht werden, um so feiner wird die Säge. Eventuell entstandener Grat an der Säge kann mit feinem Schleifpapier oder einem Ölstein entfernt werden.
Die so gefertigte Säge ist nahezu unzerbrechlich und eignet sich wegen ihrer guten Biegsamkeit besonders für Arbeiten an schwer zugänglichen Stelle. Sie ist billig in der Anschaffung, hat einen geringe Schnittbreite und man kann sich durch das Kerben verschiedene Feinheitsgrade selbst herstellen. Alles in allem eine gut Alternative zu den geätzten Sägen.



Text und Fotos von Mike schrammi Schramm und Axel flogger Fischer