Eduard 1:72
Avia B.534 4. Serie "DOGAN"
Bulgarische Luftwaffe
2. Schlachtflieger Regiment
Herbst 1944


von Axel Fischer


Im Sommer 1939 kaufte die bulgarischen Luftwaffe 78 B.534 4. Serie von der deutschen Luftfahrtindustrie. Die Bulgaren bezeichneten die Maschinen als "Dogan", was so viel wie "Jagender Falke" heißt. Die Maschinen wurden Ende 1939 bis in den Januar 1940 per Zug ans 2. Luftwaffen Jagd Regiment auf Flugplätzen in der Nähe von Sofia ausgeliefert. Jede der vier Kampfstaffeln wurden 15 Dogans zugeteilt. Der Rest kam in Schuleinheiten.

Im März 1942 wurden die Maschinen ans 6. Luftwaffen Jagd Regiment verteilt, wo sie in gemischten Einheiten mit Messerschmitt Bf-109 eingesetzt wurden. Am 1. August 1943 wurden 48 Avias gegen die einfliegenden B-24 Liberator Bomber der US Luftwaffe in den Kampf geschickt. Die Bomber griffen die rumänischen Ölfelder von Ploesti an. Die Dogan war als Jäger den alliierten Maschinen hoffnungslos unterlegen. Sie waren kaum schneller als die B-24 und mit ihren vier leichten Maschinengewehren konnte sie wenig ausrichten. Darauf hin wurden sie durch Dewoittine D520 und Messerschmitt Bf-109G Jäger ersetzt.

Alle überlebenden Dogans wurden im 2. Schlachtflieger Regiment zusammengezogen und flogen nun Erdkampfeinsätze gegen Serbische Partisanen und nach dem Seitenwechsel Bulgariens, am 9. September 1944, auch gegen deutsche Truppen. Die letzten Avias wurde am Ende des Krieges außer Dienst gestellt.

Mein Modell entstand aus den alt bekannten Eduard Bausatz. Neben der Verfeinerung der Oberfläche der Tragflächen, wurde auch das Cockpit etwas aufgebessert. Die Kabinenhaube ist neu angefertigt (tiefgezogen), die Kühllamellen geöffnet, die Bombenschlösser basieren auf Resinteilen von Quickboost. Die Verspannung wurde mit Material von Uschi van der Rosten realisiert.

Lackiert wurde mit Gunze Farben in den Farbtönen RLM 71 für die Oberseite und RLM 65 für die Unterseite. Für die Streifen auf den grünen Fläche habe ich auch RLM 65 verwendet. Die Bauanleitung und auch die landläufige Meinung sehen einen weiße Farbton vor. Grund ist ein Bild einer verunglückten Maschine, wo ein Streifen sichtbar über das Weiß des Hoheitszeichen geführt wird.

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